Boxen ist wieder angesagt in Warendorf. Lange hat der Boxclub Warendorf im Verborgenen agiert, jetzt sorgt der Verein zumindest im Lokalsport für Schlagzeilen. Zuletzt war der BC Warendorf Ausrichter einer offenen Warendorfer Stadtmeisterschaft – und stellte selbst vier Sieger.

Gegründet wurde der Boxclub Warendorf 1981. Aber erst jetzt rückt er langsam ins lokale Rampenlicht. Andreas Steinkat, der 1. Vorsitzende, und sein Team mit vielen Trainern tun auch etwas dafür. Das zahlt sich nun aus, vor allem junge Leute zieht es in den Verein. Nicht alle wollen auch in den Ring, die Fitness, die bei diesem intensiven Training erlangt werden kann, steht im Vordergrund.

Aber auch das, was im Wettkampfsport passiert, kann sich sehen lassen. Die ersten Erfolge stellen sich ein: 2016 reichten die bis zur NRW-Meisterschaft, 2017 qualifizierte sich nach vielen Jahren wieder eine Boxerin für die Deutsche Meisterschaft. Tessa Gause vertritt den Boxclub Warendorf bei den Titelkämpfen in Cottbus.

Das ist der Lohn für hartes Training. Drei Mal pro Woche wird bis zu zweieinhalb Stunden geschuftet und geschwitzt. „Plus eigenständiges Training“, sagt Andreas Steinkat. Um den Ring als Sieger zu verlassen und später auch den oder anderen Pokal zu holen, müssen die jungen Boxer fleißig sein. Disziplin und der Willen, das auch durchzuhalten, zeichnen einen erfolgreichen Boxer aus.

Inzwischen sind über 50 Mitglieder neu dazugekommen. Das ist auch dem Motto „Weil Status und Herkunft im Ring nichts bedeuten!“ geschuldet, wofür der Verein im Rahmen der Stadtmeisterschaft vom Kreissportbund ausgezeichnet wurde. Das Amateurboxen in Warendorf und der näheren Umgebung ist wieder im Kommen, nach über 15 Jahren, selbst Experten wissen das nicht genau, ist auch die Stadtmeisterschaft wiederbelebt. Nun sind die Kreismeisterschaften im Januar 2018 in Planung. Der Boxclub Warendorf hat noch viel vor.