Zwei Radrennen an einem Wochenende – wann gab’s das für mich zum letzten Mal? Lange überlegen muss ich nicht, es ist jedenfalls lange her. Umso schöner war es, als ich vor einigen Wochen einen Blick in den Terminkalender Radsportverbandes NRW warf. Dort fand ich ein Rennen in Warendorf und eins in Ahlen. Und beide, wie erwähnt, an einem Wochenende.

Da musste ich doch dabei sein. Vor allem auch deshalb, weil es in Warendorf seit 25 Jahren kein Radrennen mehr gab. Und damals waren es auch nur vier Ausgaben. Das 1. Warendorfer Karree in der Sportschule der Bundeswehr brachte den Radsport zurück in die Kreisstadt, wo viele andere Sportarten dominieren. Die Radsportabteilung der Warendorfer SU mit Bernd Köster und Jan Rückert gab sich viel Mühe mit der Premiere und hat wirklich was Tolles auf die Beine gestellt. 170 Teilnehmer waren da und konnten sich von einem interessanten Rundkurs überzeugen. Das Warendorfer Karree dürfte eine Zukunft haben.
Der zweite Termin war das Radrennen in Ahlen. Die Radsportfreunde dort haben schon sehr viel mehr Erfahrung, was das Organisieren von Radrennen angeht. Diesmal, zum 50. Geburtstag des Vereins, hatten sie sich wieder etwas Neues ausgedacht: Sie richteten die Landesverbandsmeisterschaft NRW aus und verließen damit auch gewohntes Terrain. Vom Zechengelände mit seiner beeindruckenden Kulisse ging es raus aufs Land. Etwa fünf Kilometer weiter südlich wurde ein 4,7 Kilometer langer Rundkurs gefunden, der einer Meisterschaft wie dieser würdig war. Ein achtprozentiger Anstieg, erschwert durch Gegenwind, schmale Straßen und eine rasante Abfahrt machte die Rennen selektiv. Und das Beste war: Von den Anwohnern wurde das angenommen, die Zielgerade verwandelte sich in eine kleine Partymeile.

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